Um die Wohngemeinschaft
am Weierbühlweg in Köniz zu tragen, gründeten Elisabeth
Widmer und Heinz Fischer 1989 die Stiftung für Berner Obdachlose.
Sie legten damit den Grundstein für die heutige Stiftung für
soziale Innovation. Und sie gaben direkt und indirekt den Anstoss
für das eine und andere zusätzliche Projekt der Stiftung.
Um die neuen Arbeitsprojekte
Gump- und Drahtesel in den Namen zu integrieren, wurde 1998 aus
der Stiftung für
Berner Obdachlose die Stiftung für Berner Wohn- und Arbeitsprojekte.
Sie war es auch, die im April 1999 das Haus am Weierbühlweg
4 den Sozialwerken Pfarrer Ernst Sieber abgekauft hat.
Nomen bleibt Omen: im Juni
2005 wurde aus der Stiftung für Berner
Wohn- und Arbeitsprojekte die Stiftung für soziale Innovation.
Ein neuer Name für eine Zeit voll neuer Herausforderungen. Der
Spardruck des Staates schlägt auf allen Ebenen durch. Das gesellschaftliche
Klima ist härter geworden. Der sozialen Not muss mit neuen
Ideen begegnet werden.
Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen entwickeln die Stiftung
und ihre Unternehmen immer wieder neue Programme:
-
Es stehen nicht mehr nur Wohnen und Arbeit im Mittelpunkt.
- Die Tätigkeit ist über die Projektarbeit hinausgewachsen.
Gump- & Drahtesel oder die Wege Weierbühl sind professionell
geführte soziale Unternehmen.
- Immer wichtiger werden Bildungsangebote wie zum Beispiel die
Verkaufskurse für Erwerbslose.
- Der Verkauf kreativer Produkte etwa im Pico-Bollo-Laden gewinnt
an Bedeutung.
- Generell werden Marketing und Öffentlichkeitsarbeit auch für
eine nicht profitorientierte Stiftung immer zentraler.
- Die Stiftung und ihre Aktivitäten bewegen sich über
die Region Bern hinaus.
So zeigte sich in den vergangenen Monaten immer klarer, dass die
laufenden Veränderungen auch mit einer Anpassung des Namens
ausgedrückt werden können.
Die Stiftung begann 1989 mit einer Wohngemeinschaft für Obdachlose.
Nach und nach kamen neue Projekte hinzu. Zuerst die Velorecycling-Werkstatt
Drahtesel, dann die Spielzeugrecycling-Werkstatt Gumpesel, heute
in den Gump- & Drahtesel -Recyclingwerkstätten vereint,
der Laden Pico Bollo, Schulungs-programme, usw. Jedes Projekt brauchte
seinen Namen, sein Erscheinungsbild und sein Logo. Die Folge: ein
Sammelsurium unterschiedlichster Grafiken und Auftritte. Deshalb
haben wir die Namensänderung der Stiftung als Chance genommen,
ein einheitlicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Im gemeinsamen
Blau und aufeinander abgestimmten Schriftzügen und Logos finden
sich unsere unterschiedlichen Unternehmen ab Mitte 2005 auch visuell
zusammen.
Zur besseren Erkennbarkeit der Stiftungsprojekte beitragen sollen
auch weitere Anpassungen. Am sichtbarsten wohl bei den Veränderungen
der Wohngemeinschaft am Weierbühlweg. Früher stand das
Angebot an Wohnplätzen im Mittelpunkt – das Haus hiess
WG Weierbühlweg. Heute ist daraus ein Programm der «Wohnbegleitung» geworden:
Menschen sollen befähigt und ermutigt werden, die eigenen Wege
zu finden, um selbstständig wohnen zu können. Aus der WG
werden deshalb die «Wege Weierbühl» – in dem
veränderten Namen klingt mit, dass das stiftungseigene Haus
weiterhin die Basis für diese Arbeit darstellt. |